Ein bisschen rund um die Stadtgeschichte.

 

 

 

 



Zur besseren Orientierung haben wir die Geschichte der Stadt zunächst chronologisch geordnet.
Die im Text stehenden Links springen im Text das ein kleines Begriffslexikon an, dass entweder Begriffe erklärt oder weitere Hinweise und Erläuterungen gibt.
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Wir danken an dieser Stelle Herrn Frank Teller für seine wertvollen Hinweise zu Fehlern/Ergänzungen. Für weitere Hinweise und Zuarbeiten sind wir dankbar.







Erklärung Jahr Ereignis
S 17 18 19 20 21
Jahrhundert
  1651 Gründung des Eisenhammers in Wittigsthal durch Caspar Wittig
  1571 Eine Glashütte in Oberjugel wird erwähnt, erhält Privileg
  1653 Im Oktober verlassen 39 Familien die Orte Platten und Joachimsthal ( Bergleute, Köhler, Glasmacher, Fuhrleute, Händler und Handwerker) auf Grund der Verfolgung von Protestanten in Böhmen und kommen nach Sachsen
Bittgesuch, sich hier ansiedeln zu dürfen
  23.2.1654 Stadtgründung
Durch eine Erlaubnis des Kurfürsten Johann Georgs des I. von Sachsen
Stadtgründung durch Exulantenund Namensgebung - dokumentiert in der sog. Engelschallchronik
  1654 Am 1.5. werden die Strassen und Plätze der zukünftigen Stadt abgesteckt, im Juni gibt es bereits 40 Häuser
als erstes städtisches Gebäude entsteht das Brauhaus
  1655 Errichtung der Exulanten-Kirche
1657 fertiggestellt
  1661 15.Juni
Gründung der Bergknappschaft Johanngeorgenstadt (besteht formal bis zur Gründung der Reichsknappschaft 1921 Wiedergründung 1980)
  1662 erster Silberfund
  1662 kurfürstliches Bergamt
  1662 Gründung einer Zinnschmelzhütte in Unterjugel
  1663 - 69 Errichtung des Rathauses
  1664 2000 Einwohner
  1665 Entstehung eines Blaufarbenwerkes in Unterjugel
(Gasthof " Farbmühle")
     
  1671 Gründung der Silbergrube "Frisch Glück" (Schaubergwerk "Glöckl")
  1672 Fertigstellung des Rathauses der Stadt
     
     
  1682 Entstehung einer kurfürstlichen Silberhütte
  1701 Errichtung der ersten Poststelle in Johanngeorgenstadt
  1721 Beginn des Bau's des ersten Pferdegöpels in Johanngeorgenstadt (Ende: 1722) erbaut von den Eigners der Silbergruben Hohneujahr - und Unverhofft Glück. Der Goepel brannte 1788 ab.
  1725 Aufstellung einer Postmeilensäule (Viertelmeilenstein) neben Gasthof Waldesruh
  1728 Aufstellen einer Distanzsäule (ursprünglich auf dem Markt der Altstadt, heute vor der Post in der Neustadt)
  um 1750

Rückgang der Erzförderung, die wirtschaftlichen Aktivitäten in der Stadt verbreitern sich
es gibt Schatullentischler, die Durchreisenden Kästchen verkaufen, die mit Karlsbader Sprudelstein verziert sind

  1771/72 Hungersnot - Die Todesrate wächst auf 673 für beide Jahre an!
  1771 Eröffnung von 6 neuen Gruben
  1773 Das Bergamt Eibenstock wird Johanngeorgenstadt zugeordnet
  1778 Bergschmied Teller fertigte den ersten Schwibbogen
  1784 Bergschule für Steiger und Grubenbeamte gegründet  
1785 Goethe in Johanngeorgenstadt
studiert Johanngeorgenstädter Bergbau und erwarb eine "Niere" aus Arsen-Nickel-Kobalt und Rotgültigerz.
     
  1806 Bau des Bergmagazins ( 1812 abgeschlossen) gegenüber dem heutigem Pestalozzi-Gymnasium
Es diente insbesondere als Getreidespeicher mit einem Fassungsvermögen von bis zu 4000t Getreide als Vorratslager, um damit die immer wieder auftretenden Hungersnöte (s. 1772) beseitigen zu können
     
  1806 Bau des größten Pferdegöpels in Johanngeorgenstadt -
er existierte bis 1827
  1817 Gründung einer Möbelfirma
  1819 Ab diesem Jahr wurden Uranerze zur Herstellung von Porzellanfarben abgebaut
  1838 Zusammenschluß der sieben wichtigsten Gruben zu "Vereinigt Feld im Fastenberg" aus Rentabilitätsgründen
Gefördert wurden silberhaltige Erze, Wismut, Schwefelkies, Arsenkies und Uranpecherz. Der Grubenbetrieb bestand bis 1944, wurde danach eine Betriebsabteilung der Sachsenerz AG
  1859 Kunsttischlerei, Schafwollkämmerei und das Klöppeln sind einige der Errwerbszweige der Bevölkerung
Beginn der Bandzackenproduktion
  1867 Stadtbrand, der am 19. August fast die gesamte Stadt vernichtete
In wenigen Stunden werden 287 von ca. 350 Häusern restlos zerstört
     
  1868 Herstellung von Lederhandschuhen entsteht als Produktionszweig
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  1883 Inbetriebnahme der Eisenbahnstrecke Schwarzenberg-Johanngeorgenstadt
  1899 Einweihung der Eisenbahnstrecke Johanngeorgenstadt-Karlsbad
  1893 Der erste "Schneeschuhfahrer" wird in Johanngeorgenstadt gesichtet ;-)
  1900 Durch die Eisenbahnstrecken wird die Fahrt mit Postkutschen überflüssig und eingestellt
  1908 Gründung eines Wintersportvereins
  1924 erste Sprungschanze im Lehmergrund
  1927 Jugendherberge wird eröffnet
  1929 Hans-Heinz-Sprungschanze
Deutschlands erste Großschanze in Johanngeorgenstadt
  20er Hochzeit der Lederhandschuhherstellung in der Stadt mit mehr als 2500 Beschäftigten. Exporte in die USA und Großbritannien
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  1938 letzter Bergaufzug zur 100 Jahrfeier von "Vereinigt Feld im Fastenberg"
     
  1945 Weiterführung der Lederhandschuhherstellung in mehr als 20 Kleinbetrieben
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  1946

Beginn des Uranabbaus durch die WISMUT
damit verbunden entstehen neue Siedlungen für die Bergarbeiter
Pachthaus 1948-50
Neuoberhaus 1951
Mühlberg 1948-50
Steigerdorf
Mittelstadt 1948-51

stetiges Anwachsen der Einwohnerzahlen bis zu 40.000 Menschen (1952)

  1948 Abriß des Pferdegöpels an der Schwefelwerkstrasse durch die SDAG Wismut
stand unter Denkmalschutz und war bis 1917 in Betrieb
  1952 Beginns des Baus der Neustadt
  1955 Erich-Weinert-Oberschule ( leider geschlossene Mittelschule)
  1956/57 Erschöpfung vieler Erzlager, Abwanderung vieler Kumpel
  1958 Ende des Uranbergbaus in Johanngeorgenstadt
  1959 Die Lederhandschuhhersteller schießen sich zu einer PGH zusammen
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  1962 Einweihung der Erzgebirgsschanze
  1969 Johanngeorgenstadt wird "Staatlich anerkannter Erholungsort"
  1972 Verstaatlichung der PGH
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  1980 17.Februar
Wiedergründung der Bergknappschaft Johanngeorgenstadt durch 17 Bürger der Stadt
7.Oktober
Fahnenweihe (nach dem Vorbild der 1838 gestifteten Fahne)
Aufnahme in den Arbeitskreis Erzgebirgischer Bergbrüderschaften
     
  1991 30.Juni
Eröffnung des Grenzübergangs für Fußgänger nach Breitenbach (Tschechische Republik)
  1990 Einstellung der Produktion von Lederhandschuhen - Ende einer über 200jährigen Tradition
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  1992 Knappschaft wird e.V. und Mitglied im Sächsischen Landesverband der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine e.V.
  1992 27. Januar
Gemeinnütziger Förderverein Pferdegöpel Johanngeorgenstadt e.v. gegründet.
  1993 30. Oktober
Einweihung des heutigen Pferdegöpels als Wahrzeichen unserer Stadt Pflege und Betrieb durch den Förderverein